Eine Geschichte von Leo ♥

Hallo,

mein Name ist Leo und ich möchte euch ein bisschen was von mir erzählen. Außerdem möchte ich euch erklären, was es für euch bedeutet, wenn ihr einen Hund in eure Familie holt. Ich erkläre Euch, was ihr bedenken und beachten solltet.

Also, ich bin der Leo, 13 Monate alt und ein Labrador – Australian Shepard Mischling. Ich sehe aus wie ein Labrador, aber in meinem Wesen merkt man schon ab und zu den Australian Shepard.

Als meine Familie überlegte, ob sie sich einen Hund holen, mussten sie einiges bedenken. Ich brauche schließlich ganz viel Zeit, Zuwendung, Aufmerksamkeit und ganz ganz viel Liebe. Was auch wichtig ist, das man sich vorher gut überlegen muss, was man von einem Hund möchte. Wenn ihr jemanden haben wollt, der Haus und Hof beschützt, wäre ich wahrscheinlich nicht die beste Wahl. Ich belle zwar immer, wenn jemand kommt, aber es gibt Rassen, die das besser können. Weil ich ja zum Teil Labrador bin, liebe ich Kinder und bin ein absoluter Familienhund. Aber weil ich ja auch zum Teil Australian Shepard bin, bin ich auch ein kleiner Wirbelwind. Überlegt euch also gut, was ihr mit dem Hund machen wollt und welche Rasse für euch die richtige ist.

Ich bin mit 9 Wochen von meiner Mama in meine neue Familie gekommen. Als ich in meinem neuen Zuhause angekommen bin, war alles da, was ich brauchte. Futter- und Wassernapf, ein weiches Bett, eine Kuscheldecke, Spielzeug, Leine, Halsband, Futter und was da sonst noch zu gehört.

Da ich ja noch ein Baby war, musste ich ganz oft Pipi machen und konnte leider nicht immer rechtzeitig Bescheid sagen. Also hab ich auch mal in die Wohnung gemacht. Aber meine Familie hat nie mit mir geschimpft. Sie haben es immer geduldig weg gemacht und sind immer mit mir raus gegangen. Leider mussten sie auch oft nachts mit mir raus, weil ich das noch gar nicht solange aushalten konnte. Meine neue Mama ist nachts alle zwei – drei Stunden mit mir Pipi machen gegangen. Das war oft ganz schön unheimlich und ich wollte manchmal auch gar nicht raus. Ihr merkt schon, ich bin also nicht nur süß, sondern manchmal ein bisschen anstrengend.

In der ersten Zeit in meiner Familie war immer jemand zu Hause. Das war auch ganz gut, weil ich als Baby schon angst gehabt hätte, wenn ich allein gewesen wäre. Das allein sein hab ich ganz langsam mit meiner Familie geübt. Ganz zu Anfang haben sie nur mal den Müll raus gebracht und sind ganz schnell wieder gekommen. Puh, Gott sei dank. Als das dann für mich ok war, sind sie nur mal eben kurz zum Nachbarn gegangen. Und so wurde die Zeit immer ein bisschen länger. Jetzt kann ich schon ziemlich lange allein sein, ohne Angst zu haben, weil ich weiß, das meine Familie immer wieder nach Hause kommt. Jedoch achtet meine Familie auch sehr darauf, das ich nicht länger als vier oder fünf Stunden allein zu hause bin, weil das überhaupt nicht gut für mich ist. In der Zeit, wo ich dann auch mal allein war, hatte ich auch mal langeweile und hab ganz vieles angekaut und kaputt gemacht. Das hat nicht lange gedauert, da war die Wohnung dann Hundesicher. Aber heute liebe ich noch Socken und Schuhe. Das macht mir so ein Spaß, darauf herumzukauen….

Ich bin am 31.10.2019 in meine Familie gekommen. Da war der Herbst schon da und der Winter schon ganz schön dicht. Aber meine Familie ist immer mit mir nach draußen gegangen. Egal ob es warm oder kalt, trocken oder nass, hell oder dunkel war.

Das war vielleicht aufregend für mich. Ich hab ja jede Jahreszeit das erste mal erlebt und daher war alles neu für mich. Aber ich durfte ganz viel gucken, erschnüffeln und erforschen. Das hat richtig Spaß gemacht.

Meine neue Mama, ist einmal weg gefahren und kam nach einiger Zeit wieder. Da war sie auf der Gemeinde. Sie hat mir was ans Halsband gemacht. Das klappert immer, wenn ich mich bewege. Das war meine Hundemarke. Die muss ich tragen. Das ist ein Zeichen dafür, das ich „gemeldet“ bin und meine Familie für mich Steuern zahlt.

Außerdem wurde ich bei einer Organisation angemeldet. Die heißt Tasso. Auch dafür hab ich eine Marke. Die zeigt, das ich da registriert bin. Jetzt stellt euch mal vor, ich laufe einfach mal von zu Hause weg oder komme irgendwie anders abhanden. Mein Finder wird dann an der Tassomarke sehen, das ich da registriert bin und kann da bescheid sagen. Die helfen dann dabei, das meine Familie mich ganz schnell wiederbekommt.

Ich war auch in einer Welpenschule und danach in einer Hundeschule. Da bin ich bis heute noch. Ach, was hab ich da alles gelernt. Das macht mir riesigen Spaß und Freunde hab ich da auch ganz viele gefunden. Aber bevor ich da überhaupt hin durfte, musste meine Familie eine Versicherung für mich abschließen. Das ist wichtig, falls ich mal was kaputt mache oder einen anderem Hund versehentlich zu doll weh tue. Auch zum Tierarzt musste ich vorher. Da hab ich eine Impfung bekommen. Eieiei, das war nicht schön, aber die waren alle ganz lieb und ich hab voll viele Leckerlis bekommen.

Da bin ich gerade mit meinen Kumpels unterwegs. Einmal war ich bei einem Freund aus der Hundeschule zum spielen. Da hab ich mich an der Pfote verletzt. Das war vielleicht blöd.

Ich konnte und durfte 2 Wochen nicht richtig laufen. Auch beim Tierarzt war ich in der Zeit ganz schön oft. Ich kann euch sagen, das war nicht schön.

Wusstet ihr, das es eine Physiotherapie für Hunde gibt? Nein? Ich auch nicht. Aber da muss ich jetzt immer hin, weil ich an meinen Hinterbeinen eine kleine Fehlstellung habe. Aber das ist nicht schlimm. Die Therapeutin massiert mich immer und macht ganz lustige Übungen mit mir.

Aber jetzt ist Gott sei Dank alles wieder in Ordnung und ich kann wieder in der Gegend herum flitzen.

Ich war mit meiner Familie auch schon ein paar mal im Urlaub, da sie mich ja nicht zu Hause lassen konnten. Da mussten die ganz schön viel bedenken. Die Autofahrt durfte nicht allzu lange dauern, weil ich ja ein kleiner Wirbelwind bin und nicht lange still sitzen kann. Außerdem kann ich ja auch nicht in jedes Hotel, weil viele Hotels Hunde nicht erlauben. Daher ist eine Ferienwohnung oder so immer besser, obwohl es auch tolle Hotels gibt, wo ich mit rein darf.

Dann muss man auch das Programm im Urlaub rechtzeitig planen. Es gibt ja auch Geschäfte und Läden wo ich nicht rein darf. Auch nicht in jedem Restaurant bin ich ein gern gesehener Gast. Obwohl es da auch ganz tolle gibt, wo ich auch super behandelt werde.

Also, wenn ihr einen Hund habt, überlegt euch gut, wo ihr in den Urlaub hin fahrt und was ihr da machen wollt. Mit einem Hund wird es kein Luxusurlaub auf den Kanaren, aber ein spitzen Urlaub im Harz oder so, mit ganz viel Aktivität und Spaß.

Auf den Bildern seht ihr mich einmal in Berlin und einmal im Harz. Das war schön. In Berlin war ich das erste mal in einem Zoo. Das war ziemlich spannend. Und im Harz hab ich das erste Mal Schnee gesehen. Das war vielleicht komisch. Aber es hat mir total viel Spaß gemacht, die Flocken zu jagen.

Da ich durch die Hundeschule ziemlich gut erzogen bin, nimmt meine Familie mich so gut es geht überall mit hin.

Ich darf sogar mit in den Baumarkt.

Das macht mich froh, da ich meine Familie sehr lieb habe und ich gerne Zeit mit ihnen verbringe. Leider hab ich auch schon gehört, das es Familien gibt, die sich über alles, was ich euch erzählt habe nicht im klaren waren. Dann haben sie die Hunde einfach irgendwo ausgesetzt oder ins Tierheim gebracht. Aber meine Familie ist toll, die würden das nie tun. Denen ist es egal, wohin wir fahren, was wir machen oder wie das Wetter ist. Bei uns ist nur eins wichtig:

Das wir zusammen sind.

So, jetzt ist es schon spät. Ich werde mir jetzt eine Streicheleinheit abholen und dann mit meiner Familie ins Bett gehen.

Ich schreibe euch in den folgenden Seiten noch mal alles zusammengefasst auf, damit ihr das nochmal im Überblick habt.

Danke das ihr das gelesen habt.

Euer Leo

Was musst du beachten, bevor du dir einen Hund holst?

  • Welche Rasse passt zu mir? Lese dich ein bisschen über einzelne Rassen schlau.
  • Dein Hund wird viele Jahre bei dir leben und wird auch sein ganzes Leben Geld kosten.
  • Du brauchst eine Grundausstattung für deinen Hund.
  • Wenn du einen Hund hast, steht dir nicht mehr jeder Urlaub oder jedes Reiseziel offen.
  • Du brauchst Zeit. Besonders ein Welpe brauch deine ganze Aufmerksamkeit.
  • Denke vorausschauend und überlege dir ob du die Zeit für deinen Hund hast. Auch in 5 oder 10 Jahren …

Was kostet ein Hund?

  • Erstausstattung: Hundebett, Futter- und Wassernapf, Spielzeug, Futter, Halsband, Leine, Kuscheldecke usw.
  • Tierarzt: Dein Hund braucht regelmäßige Entwurmungen und Impfungen.
  • Tierarzt: Bedenke, das dein Hund auch zwischenzeitlich krank werden kann.
  • Futter: Es gibt unterschiedliche Futtermöglichkeiten. Z.B. Trockenfutter, Nassfutter oder Barf (rohes Fleisch). Hier muss es nicht unbedingt das teuerste sein, aber macht euch schlau, was ihr eurem Hund da überhaupt füttert und ob das auf Dauer gesund ist.
  • Versicherung: Euer Hund braucht eine Versicherung, falls er an einer Person oder einem Gegenstand einen Schaden anrichtet.
  • Steuern: Jeder Hund muss „gemeldet“ sein. Ihr müsst für den Hund Steuern zahlen.
  • Hundeschule: Gerade wenn es euer erster Hund ist, ist eine Hundeschule zu empfehlen. So könnt ihr super mit eurem Hund zusammen lernen.
  • Verwöhnprogramm: Vielleicht holt ihr eurem Hund zwischendurch mal ein besonderes Leckerlie oder ein neues Spielzeug.

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